Willkommen in Stuttgart

Leben in Stuttgart

VIELFALT: 0711 für Menschenrechte ist ein neues und bislang einzigartiges Projekt der Stuttgarter Zivilgesellschaft. Im Dezember 2018 schlossen sich auf Initiative des Vereins Die AnStifter und unter Federführung der gemeinnützigen Stiftung Geißstraße weit über hundert Institutionen in Stuttgart zusammen, um auf Kundgebungen, bei Vorträgen und Lesungen, mit Filmvorführungen und Workshops auf die Universalität der Menschenrechte und ihre Bedeutung hinzuweisen. Mit dabei waren unter anderem der AK Asyl, die Deutsche Friedensgesellschaft, das Deutsch-Türkische Forum und die Tibet-Initiative, aber auch etliche Buchhandlungen, Theater und Museen, die Stadt Stuttgart und natürlich auch Amnesty International. Besonders erfreulich: Diese Initiative gibt es nach wie vor, sie besteht über das Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hinaus weiter.

FRÖHLICHES MITEINANDER erlebt man in Stuttgart auf den zahlreich und regelmäßig stattfindenden Festivals und Highlights, die das reguläre Angebot der etablierten Kultureinrichtungen ergänzen. Da gibt es beispielsweise das Internationale Solo-Tanz-Theater-Festival, eine Deutsch-Türkische Kabarettwoche, die Internationalen Theaterhaus-Jazztage oder das Filmfestival Cinelatino, darüber hinaus das Stuttgarter Festival junger Literatur, eine Stuttgarter Lyriknacht und noch sehr viel mehr.
Nicht zu vergessen die großen und ausgesprochen beliebten interkulturellen Feste wie das Sommerfestival der Kulturen oder das Afrika-Festival, die in diesem Jahr bereits zum 18. bzw. zum 17. Mal stattfinden. Weit über Stuttgarts Grenzen hinaus bekannt ist das dreitägige und ehrenamtlich organisierte LAB-Festival, das seit 1981 immer am letzten Augustwochenende stattfindet. Gespielt werden Weltmusik, Roots Rock, Jazz und Blues.
Die Stuttgarter/innen begegnen sich aber nicht nur beim Feiern, sondern auch bei anderen interessanten Veranstaltungen, zum Beispiel in einer der zirka 120 Bibliotheken. Oder man informiert sich im Institut für Auslandsbeziehungen, Deutschlands ältester Mittlerorganisation, die sich seit über 100 Jahren weltweit für ein bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen einsetzt. Zusätzlich bietet seit einiger Zeit die Akademie Schloss Solitude ein internationales Artist-in-Residence-Programm und präsentierte kürzlich ein Aufsehen erregendes Festival afrikanischer Literatur und Ideen.

Reopen Nadeem: Speakers Tour mit Taher Mokhtar (in der Mitte)

WELTOFFENHEIT kennzeichnet die internationalen Beziehungen der Stadt. Stuttgart pflegt zehn Städtepartnerschaften auf vier Kontinenten. Die erste Partnerschaft zu St. Helens wurde bereits 1948 geschlossen. Weitere wichtige Schritte waren die Kontakte zu Mumbai (1968), zu Menzel Bourguiba (1971) und Kairo (1979). Und so fand im Mai vergangenen Jahres der Gesprächsabend mit Taher Mokhtar und Smail Rapic auch mit Unterstützung der Stadt Stuttgart statt. Im Nachgang schreibt Oberbürgermeister Fritz Kuhn: „Anlässlich des 40-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums zwischen Stuttgart und Kairo sind wir regelmäßig mit vielen aktiven Menschen und Einrichtungen im Gespräch, u. a. auch mit Amnesty International vor Ort in Stuttgart … In Gesprächen auf politischer Ebene haben die Unabdingbarkeit der Menschenrechte, die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements und die wichtige Arbeit unabhängiger Einrichtungen wie die des Nadeem Zentrums für mich höchste Priorität.“

ALL DAS IST STUTTGART. Hier leben 180 Nationen, 45 Prozent der etwa 630 Tausend Einwohner haben einen Migrationshintergrund, 2 Prozent sind Geflüchtete, und 16 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland. Sie alle profitieren von der Vielfalt und Weltoffenheit der Stadt, genießen aber auch das traditionell Schwäbische. Die Weinlokale und Besenwirtschaften sind ebenso gut besucht wie die In-Kneipen. Und die Mundarttage auf dem Kübelesmarkt in Bad Cannstatt werden genauso begeistert aufgenommen wie das Internationale Trickfilmfestival auf dem Schlossplatz.

WILLKOMMEN IN STUTTGART!

Aktion der Amnesty-Hochschulgruppe für Taner Kilic am Schlossplatz

13. Mai 2019